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Frage: Minimales Budget für 801010 Diät?

„Ich frage mich nur wie man auf so hohe Kalorienmengen kommt, also z.B. 3000 Kalorien sind schon ne Menge für mich und wenn alles noch möglichst Bio sein soll, dann wird das ja alles ziemlich teuer. Wie regelst du das mit dem Budget bzw. wo kriegst du dein Obst und Gemüse her? Denkst du dass Bananen, Ananas und Wassermelonen auch in Nicht-Bio-Qualität konsumiert werden können? Bzw Bio Qualität aus dem Supermarkt?“

Wie kann man sich die 801010 fruchtbasierte Kost also eigentlich leisten?

Beispiel 1: ca. 3000Kcal und €15 pro Tag, alles Bio = €450 pro Monat

  • 13 Bananen, €4, 1200Kcal
  • 500g Datteln, €5,80, 1400Kcal
  • 1kg besondere Früchte, €4, 450Kcal
  • 1 Kopf Salat €1,50, 50Kcal

Beispiel 2: ca. 2000Kcal und €11 pro Tag, alles Bio = €330 pro Monat

  • 9 Bananen, €3, 800Kcal
  • 500g Datteln, €2.9, 700Kcal
  • 1kg besondere Früchte, €4, 450Kcal
  • 1 Kopf Salat €1,50, 50Kcal

Diese Art von Tagesplan finde ich persönlich am günstigsten, am einfachsten zu koordinieren, mengenmäßig am leichtesten zu verdrücken, und trotzdem auch abwechslungsreich.

Einfach günstig: Bananen und Datteln sind die günstigsten Lebensmittel für einen Frugivoren. Diese sind dazu auch beinahe überall in Bio und Fairtrade Qualität erhältlich. Ich kaufe seit kurzem meine Datteln bei Orkos (Deglet Noor soft). Die sind nicht getrocknet, und schlagen geschmacklich meiner Meinung nach jede Medjool Dattel – obwohl ich noch vor kurzem nicht gedacht hätte so etwas jemals zu sagen). Vor allem wenn man in größeren Mengen kauft rentiert es sich definitiv!

Einfach zu koordinieren: Datteln werden wie gesagt direkt zur Haustüre geliefert, und man muss sich nicht darum kümmern. Sie sind immer reif und süß, und erfordern keinerlei Planung. Man kann sie auch easy überall hin mitnehmen. Bananen kann man sich einmal pro Woche eine Kiste kaufen (eventuell Mengenrabatt), und dann an zwei unterschiedlichen Plätzen in der Wohnung reifen lassen, damit nicht alle gleichzeitig essfertig sind. Falls das jedoch doch mal passiert, dann kann man den Überschuss einfach einfrieren, und futtert eben statt Smoothie für ne Zeit eben Bananeneis!

Einfach zu verdrücken: Da Datteln und Bananen kalorisch sehr dicht sind, kann man sie – vor allem als Anfänger einer fruchtbasierten Diät – einfacher verdrücken als die gleiche kalorische Menge an sehr wasserreichen Früchten wie Melonen oder Pfirsiche. Sie verdauen sehr schnell, halten aber zugleich lange satt.

Einfach variabel: Obwohl es vielleicht auf den ersten Blick etwas eintönig scheint, finde ich (und viele andere) dass man mit so einem Menüplan definitiv gut über die Runden kommt. Viele Menschen auf dieser Welt essen tagtäglich mehrmals Reis, Kartoffeln, Mais, oder Brot. Wenn man sich erst einmal umgestellt hat, dann kann man Bananen und Datteln easy als Hauptnahrungsmittel ansehen. Weiters gibt es immer Möglichkeiten, das ganze aufregender zu gestalten: Bananensmoothie, Bananengreensmoothie Bananeneis, Bananen in Salat eingewickelt, Bananenpampe, Datteln im Salat eingewickelt, Dateorade, Datteln und Bananen mixen, Gewürzzugaben (Carob, Zimt, Vanille, Minze),… Und dann gibt es ja jeden Tag noch ein ausgefalleneres Mahl. Cherimoyas, Trauben, Äpfel, Beeren,… Auf das freut man sich dann auch richtig und kann es in vollen Zügen genießen.

Hier die Info bildlich veranschaulicht als Ernährungspyramide🙂

orangutan-on-a-pile-of-bananas

Günstiger als oben gelistet geht es meiner Erfahrung nach ohne eigenen Garten und ohne Großhändler nicht. Könnte ich es mir nicht leisten €380-420 pro Monat für Essen auszugeben (was außerdem definitiv nicht mehr ist als was meine Nicht-Fruchti-FreundInnen pro Monat für Essen ausgeben), dann würde ich Reis, Kartoffel, und Quinoa als Ersatz für eine oder sogar zwei meiner Mahlzeiten pro Tag wählen. Ich bin mir sicher, damit kann man das ganze nochmal um ein Drittel reduzieren.

Zur Frage ob alles Bio sein muss: Ich achte vor allem darauf, dass ich nichts von der Liste der Dirty Dozen in Nicht-Bio-Qualität konsumiere:

  • Pfirsiche
  • Äpfel
  • Paprika
  • Sellerie
  • Nektarinen
  • Erdbeeren
  • Kirschen
  • Birnen
  • Trauben
  • Spinat
  • Salat
  • Kartoffel

Wie man sieht sind dies fast alles Dinge, die man nicht schälen würde. Ich persönlich finde Melonen und Ananas, zum Beispiel, eher unbedenklich. Das größte Problem bei diesen Früchten ist bei mir definitiv mittlerweile die fehlende Geschmacksintensität der Früchte.

Im Endeffekt muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob Ernährung eine Priorität darstellt. Es gibt sicher einfachere Wege durchs Leben zu gehen als als FruchtveganerIn. Aber gibt es schönere?❤

16 Antworten zu “Frage: Minimales Budget für 801010 Diät?

  1. Hallo! Gutes Thema…
    Aber wo bekommt man gute Datteln für 2,90/500gr?
    Du sagst du isst die Deglet soft von Orkos, die kosten doch 6€ auf 500gr.

    Ich brauche bei ca. 2000kcal so ungefähr 350€ im Monat. Da sind dann teuere Früchte von Orkos oder Tropenkost mit drin, aber auch günstigere Nahrung, da ich z.B. auch Reis esse.

  2. Ui toll, endlich mal wieder ein Post von dir!!!
    Freue mich sehr darüber – danke!!!
    Liebste Grüße,
    Miri

  3. Toller und wichtiger Artikel. Mit dem finanziellen hatte ich anfangs auch so meine Probleme..

    Nicht Bio ist so eine Sache.
    Denn die Schadstoffe sind nicht nur in der Schale. Es wird regelmäßig von Anfang an gesprüht, somit ist die ganze Frucht „infiziert“.
    Klar muss es jeder für sich selbst ausprobieren/wissen, aber bei Bio geht es nicht ausschließlich um die Pestizide. Die ganze Pflanze wird belastet und kann somit nicht mehr die volle Energie in die Frucht geben. Zudem geht es mir persönlich um das Ganze hinter der Frucht. Wird der Bauer wenigstens einigermaßen fair behandelt und bezahlt? Bei Bio ist vermutlich auch nicht alles wie es sein sollte, aber ich denke deutlich besser. Zumindest erwarte ich von Bio, dass dort keine Kinder arbeiten müssen..

    Liebe Grüße
    Can

  4. Vielen lieben Dank für deine Antwort als Blogeintrag. Ich hab mir überlegt ob man nicht einfach Bio-Großhändler kontaktieren kann, die einem das in großen Mengen und Bananen z.B. in verschiedenen Reife liefern. Das Problem mit den Bio-Bananen im Handel ist, dass diese öfters mit der Reifezeit auch leicht zu von außen zu schimmeln beginnen, essen tu ich diese zwar trotzdem aber ich denke das ist nicht ganz so optimal.

    Ich möchte jetzt endlich auf 100% LFRV umsteigen und dabei für 30 Tage nur Bananen essen, also nur Mono Meals, dann etwa 30 Stück am Tag. Ich hatte von Januar bis Februar schon von Rohkost gelebt, allerdings nur etwa 1000 Kalorien gegessen, ziemlich viel abgenommen aber auch leider schnell wieder ne Menge draufgehabt, ich dachte nämlich, dass geht schon klar hier, wenn ich nicht zu viel essen, aber wohl eher Fehlanzeige.

    Denkst du dass ist ok, wenn man jetzt für 30 Tage nur Bananen isst ?
    Das wäre ziemlich bequem, da man sonst nicht viel über die Mahlzeiten nachdenken brauch. Danach will ich mich natürlich weiter auf den Lebensstil einstellen. Ich gehe davon aus, man kann da sicherlich nicht mehr an Mangelerscheinungen kriegen, als wenn man SGD (Standart German Diet :D) isst.

  5. Hallo.
    Tolles neues Thema und wie ich finde, auch sehr wichtig.
    Ich habe seid einem Jahr ( aus Gesundheitlichen Ursachen, Unfall), nur noch 180 Euro im Monat für meine Ernährung zu Verfügung, es echt nicht leicht alles Bio und Fairtrade zu kaufen. Ich musste mich leider wieder dazu durchringen das ich auch mal wieder etwas gedämpftes, gedünstetes Gemüse, Kürbis zu mir zunehmen, das ich auch satt bin.

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Jesse Gabriel

  6. Ich kann Containern als Zusatz zum Grundvorrat an Bananen und Datteln nur wärmstens empfehlen. Dadurch spare ich _enorm_ viel Geld, besonders Äpfel und Paprika findet man eigentlich immer und gelegentlich ganze Ladungen von Bananen und Tomaten.

  7. Ich werde diese Art der Ernährung mal ausprobieren , habe jedoch noch Bedenken ob ich auf die nötigen Kalorien komme, da ich viel Sport treibe. Wenn jemand mir ein paar Typs geben kann wäre ich dankbar. Gruss Richy

  8. Toller Artikel!! Rohkost interessiert mich schon lange, dein Blog ist für Einsteiger super informativ🙂

  9. P.S.
    Ich mag deinen Blog🙂

  10. Dieser Artikel hat mich überzeugt einen 2. Versuch mit 80/10/10 zu wagen😀
    Die Datteln von Orkos kosten gerade mal 2/3 vom Preis den ich bisher für konventionelle Datteln (Die selten wirklich frisch/geniessbar waren) ausm Supermarkt bezahlt habe.
    Bananen werd ich halt weiterhin die konventionellen nehmen aber so sollte ich auf jeden Fall durchkommen vom finanziellen her.

    Wenn ich die getrockneten Datteln bestelle kommt das noch günstiger… Davon sind ja mehr pro 500-Gramm-Schale drin als von den normalen wegen dem kleineren Wasser-Gehalt, oder?

    Ach ja und ist 1 Kopfsalat pro Tag nicht zu wenig Gemüse/Grünzeugs?

  11. Hallo Olivia,
    habe vor ein paar Tagen deinen Blog entdeckt . Ich bin total inspiriert und lese mit Freude deine Einträge. Bin überzeugt und freue mich auf meine neue Ernährungs- und Lebenseinstellung. Kennst du dich mit Histaminintoleranz aus? Die wurde vor zwei Jahren bei mir festgestellt. D.h. dass viele Obst- und Gemüsesorten gemieden werden sollen. Darunter auch Trauben, Bananen, Papaya, Nüsse, Avocado, Spinat und einiges mehr. Vielleicht kennst du auch jemanden, der dieses Histaminproblem hat und kannst mir ein paar Tips geben wie man als „Histamingeschädigter“ fruchtbasierter Rohkostveganer werden kann.
    Und was mich auch interessiert: Gibt es Tage, an denen du Lust auf was anderes hast bzw. was machst du, wenn du Bananen und Datteln nicht mehr sehen kannst und auch mal Lust auf was Herzhaftes verspürst?

    Liebe Grüße,
    Maja

  12. Also ich finde man kann sich auch gut ernähren mit einheimischen Obst und Gemüse. Ich esse natürlich viel Obst aber mich wiedert es an alles vom Ausland zu bestellen. Ich ersetze vieles mit einheimisches Gemüse wie Blumenkohl, Rotkraut und Kürbis. Die schmecken alle fabelhaft roh und halten ein Gesund und Stark über den Winter!

    Basics die ich immer auf lager habe sind Bananen, Datteln, Äpfel, Kartoffel und im Winter Orangen. Kostet €350 im Monat, damit ernähre ich auch meine Kids.

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