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Ξ Permanentes Idealgewicht Teil 1 – Warum Diäten fett machen

Menschen machen mehr Diäten als je zuvor. Trotzdem sind sie fetter als je zuvor. Warum? Weil Diäten dick machen.

Diäten die darauf basieren dass man weniger Kalorien zu sich nimmt als man braucht, lassen den Körper glauben. dass eine Hungersnot herrscht. Sobald man wieder etwas mehr zu sich nimmt – und keiner kann für sein ganzes Leben lang Diät halten – wird der Körper alle Kalorien speichern. Schnurstracks. Als Fett.

Auch falls man es in der Tat schaffen sollte bis in alle Ewigkeit nur minimale Kalorien zu essen, wird man Probleme erschaffen. Erstens wird der Körper zu wenige Nährstoffe bekommen. Je mehr man isst desto mehr Vitamine und Mineralstoffe stehen dem Körper zur Verfügung. Zweitens wird man keinen fitten, wohlgeformten Körper erreichen, denn den bekommt man nur von sportlicher Betätigung mit Hilfe derer genügend Sauerstoff zu den Muskeln gelangt. Und ohne Kalorien fehlt einem der Antrieb für körperliche Betätigung. Man transformiert also bestenfalls zu einer unergewichtig-fetten Person. Denn wenn man zuwenig isst verliert man höchstens Wasser (Wasser ist für den Körper lebensnotwendig, und ein gut hydrierter Körper sieht viel attraktiver aus als ein ausgetrockneter) und über die Zeit auch noch Muskeln. Das Fett auf den Hüften und am Bauch bleibt häufig erhalten. Und drittens wird man ein unglückliches, depressives, und unerfülltes Leben einladen, denn um klar denken zu können, und vor allem um glücklich zu sein, benötigt das Gehirn genügend Kalorien in der Form von Glukose.

Hier die wichtigste Studie zum Thema Diäten

Die Minnesota-Hunger-Studie

Nach dem 2. Weltkrieg versuchte man herauszufinden, wie man Opfern von Unterernährung am besten helfen kann. Die ‚Minnesota Hunger-Studie‘ wurde ins Leben gerufen, eine Langzeitstudie, unter der Regie von Dr. Ancel Keys.

Das Konzept war einfach. 36 junge Männer von hervorragender Gesundheit wurden für mehrere Monate rund um die Uhr beobachtet, und ihre Kalorieneinnahme festgestellt. Im Durchschnitt nahmen diese Männer rund 3200 Kalorien zu sich. In einer zweiten Phase, die sechs Monate dauerte, wurde diesen Männern nur mehr die Hälfte dieser Kalorien verabreicht. Um das Nahrungsangebot von mangelernährten Populationen zu imitieren, wurden hauptsächlich Kohlenhydrate verabreicht – Brot, Kartoffeln, und Kohl. Im Durchschnitt 1600 Kalorien täglich. In der dritten und letzten Phase, der Rehabilitationsphase, wurden die Männer in Gruppen aufgeteilt, denen unterschiedliche Mengen an Kalorien zur Verfügung gestellt wurde.

Die Männer hatten alle hervorragende Gesundheit, nahmen für 25 Stunden pro Woche an ihren üblichen Universitätskursen teil, hatten die Aufgabe 35km pro Woche zu spazieren, und erfüllten die üblichen anfallenden Tätigkeiten im Haushalt. Das Aktivitätslevel war also mittelmässig hoch. Die Männer waren überaus motiviert und guter Sinne. Als ausgesprochene Pazifisten waren sie froh, einen Beitrag  leisten zu können um die verheerenden Resultate des Krieges zu reparieren.

Über die ersten Monate der Hunger-Periode hinweg wurden die Männer schwächer, und begannen ihr Fitness-Level zu verlieren. Zum Ende verloren sie im Durchschnitt 72% des vorherigen Fitnesslevels. Ihr Interesse an sexuellen Aktivitäten verminderte sich auch immens, und die zuvor aufregenden Photos von Pinups wurden nicht mehr beachtet. Intensive Veränderungen zeigten sich auch auf psychologischer Ebene. Die Männer wurden desinteressiert (in Kriegsgeschehnisse und auch in ihre Studien, beides Themen die ihnen vor dem Experiment sehr am Herzen lagen), hatten Stimmungsschwankungen, und zeigten sich häufig ärgerlich untereinander. Sie begannen an Depression, Irritierbarkeit, schwachen Nerven, und Schlaflosigkeit zu leiden. Viele Männer begannen zu Rauchen.

Wie zu erwarten, verloren die Männer sehr viel Gewicht (im Durchschnitt ein Viertel ihres Körpergewichtes), und ihre Herzen schrumpften um 17%. Sie verloren Haare, wurden übersensibel zu Lärm und Licht, kälteempfindlich, und hatten Probleme im Magen- und Darmbereich.

In der Rehabilitationsphase wurde den Männern entweder 2000, 2400, 2800, oder 3200 Kalorien verabreicht. Da nach 6 Wochen beinahe keine Gewichtszunahme erreicht wurde, und die Männer angaben sehr hungrig zu sein, wurden die Kalorien nochmal aufgestockt. Zu 2800, 3200, 3600 oder 4000. Nun begann das Gewicht endlich anzusteigen. Und auch die Lebensgeister. Der Sex-Drive kam zurück, zusammen mit Interessen für die Aussenwelt, den Krieg, und die Studien.

Die Männer wurden noch für ein weiteres Jahr regelmässig kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass sie im Durchschnitt über 5000 Kalorien pro Tag konsumierten, sobald sie auf sich selbst gestellt waren. Im Durchschnitt, den manchmal konsumierten sie bis zu 11.000! Vergleiche dies zu den 3200 Kalorien die die Männer vor der ‚Langzeit-Diät‘ einnahmen. Das Gewicht das die Männer zunahmen war interessanterweise überproportional Fett, auch zu dem Zeitpunkt als ihr Gewicht das selbe war wie ihr ursprüngliches Ausgangsgewicht, war der Körperfettanteil nach dem Experiment viel höher. Im Jahr nach dem Experiment stieg das Gewicht der Männer jedoch weiter an, sie wogen durchschnittlich 12 Kilos mehr als vor dem Experiment. Es dauerte Jahre bis die Männer das Gewicht wieder verloren hatten. Der Metabolismus hat sich über den Zeitraum des Experimentes so verlangsamt, dass alles, was danach eingenommen wurde, vom Körper sehr effizient gespeichert wurde. Natürlich, der Körper ist auf Überleben programmiert. Und wenn man wochen- oder monatelang hungert, ist es nur schlau alles was reinkommt zu speichern, am besten als schwierig zu verlierendes Fett.

ZUsammenfassend

  • Diäten machen Fett!
  • Diäten machen extrem hungrig, noch für eine lange Zeit nachdem die Diät schon beendet wurde.
  • Diäten resultieren in extrem schneller Gewichtszunahme, hauptsächlich Körperfett.

Diäten im modernen Haushalt

Eine normale Mahlzeit auf einer durchschnittlichen Diät.

  • Traurig aber Realität.
  • Der Körper ist der Meinung es herrscht

Es gibt unzählige Diäten. Zone, Atkins, Bikini-Beach, Kohlenhydrat-arm, Protein-reich, Weightwatchers, Kohlsuppendiät… Aber alle haben etwas gemeinsam: Sie empfehlen dass man nicht mehr als 1200-1500 Kalorien pro Tag konsumiert (1200 für Frauen, 1500 für Männer). Es ist schockierend, wenn man bedenkt, dass dies WENIGER ist als die Männer im Hunger-Experiment zu sich nahmen (1600 Kalorien). Und was sind die Konsequenzen wenn man einer solchen Diät folgt?

3 Stangen Sellerie und 2 Paprika werden doch wohl satt machen!

  • Man bekommt schlecht Laune, Verdauungsbeschwerden, verliert Haare, bekommt brüchige Nägel.
  • Man kann die Diät nicht lange durchhalten, denn der Körper braucht mehr als 1500 Kalorien. Aus diesem Grund wird man besessen mit dem Thema Essen. Und unbewusst sucht der Körper natürlich nach den kaloriendichtesten Nahrungsmitteln, was auch der Grund ist warum die meisten Menschen die ihre Diät für einen Tag brechen nicht einfach auf Teufel komm raus Brot und Kartoffel und Obst vertilgen, sondern Fastfood, voll mit tierischem Eiweiss und Fett. Und natürlich fette und zuckerhaltige Süssspeisen.
  • eine Hungerperiode, und deshalb wird er all dies speichern!
  • Und er wird all dies als Fett speichern, direkt auf den Hüften, Oberschenkeln, und am Bauch.

Man trainiert den Körper quasi darauf Kalorien effizient zu speichert, anstatt die Kalorien effizient zu verbrennen.

Man erschafft ein Monster.

…to be continued.

3 Antworten zu “Ξ Permanentes Idealgewicht Teil 1 – Warum Diäten fett machen

  1. Ich kann dir nur zustimmen. Wer lange mit minimalem Verbauch hungert nimmt zu sobald mann normal isst. Was ich mich jetzt gerade aber frage ist: Was sind denn Kalorienrichtwerte die man zu sich nehmen sollte ? Wenn man normal leben will? Wenn man Übergewichtig ist und reduzieren sollte? Wenn man abgesehen von 3 mal in der Woche einer Stunde Ausdauersport eine Bürojob hat? Es gibt doch die „Regel“ mehr Kalorienverbrauchen als man zu sich nimmt um abzunehmen“. Und es geht jetzt nicht darum, dass ein super schlankes Persönchen sich auf 40 Kilogramm bekommt- sondern darum dass eine Person mit 30 oder mehr Kilogramm zu viel auf den Rippen wieder ein gesundes Gewicht bekommen kann.
    Du schreibst sehr interessante Sachen und ich würde mch freuen, wenn du auch hierzu etwas schreiben könntest. Mach weiter so!

  2. Pingback: Warum fettarme, kalorienreiche Rohkost « High Carb Low Fat For Raw – der Anti Aging Plan

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